Elektrogymnastik

Die Elektrogymnastik stellt im Rahmen der Elektrotherapie eine eigenständige Behandlungsform dar. Sie dient der gezielten Behandlung von schlaffen Lähmungen mit genau definierten Stromimpulsen, deren Reizparameter (Impulsdauer, Pausendauer, Stromform und Stromstärke) dem Schädigungsgrad der Lähmung angepasst sind. Hierzu zählen Exponentialströme (ggf. Schwellströme). Durch gezielte bipolare, meist jedoch monopolare selektive Reizung des geschädigten Muskels sollen Atrophie und Degeneration der Muskulatur verhindert bzw. in Grenzen gehalten werden.

Elektrogymnastik wird eingesetzt bei:
  • peripheren Lähmungen (z.B. bei Unfallverletzungen von Bein- und Armnerven)
  • zentralen Lähmungen nach Gehirn- und Rückenmarkschädigungen

Abrechnungshinweis:
Elektrogymnastik ist als ergänzendes Heilmittel zur Krankengymnastik verordnungsfähig.
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