Bewegung als Therapie

Neue Studien belegen zum ersten Mal, wie viel Sport Herzpatienten brauchen, wie Bewegung wirkt und wie groß der Nutzen ist."Dass bereits mäßige, körperliche Aktivität vor einem Infarkt schützen kann, wissen wir natürlich schon seit langem", sagte Paul Thompson vom Hartford Hospital auf dem amerikanischen Herzkongress in Chicago. Über das Ausmaß aber waren auch die Mediziner überrascht, die sich auf einem Symposium zu diesem Thema getroffen hatten.

Dort diskutierten Sie unter anderem die "Harvard Alumni Health Study", in der mehr als 12 000 Uni-Absolventen über 16 Jahre lang beobachtet wurden. Die Ergebnisse verblüfften: Bei Versuchsteilnehmern, die täglich durch Sport 150 bis 300 Kilokalorien verbrauchten, sank das Infarktrisiko um rund 20 Prozent gegenüber jenen, die lediglich dem Sport vor dem Fernseher frönten oder sich auch sonst kaum bewegten.

Was bisher nicht wissenschaftlich belegt war: Sogar bei Spaziergängen in einem mittleren Schritttempo von etwa vier Kilometern pro Stunde, zeigte der Kreislauf und die Herztätigkeit eine deutliche Besserung. Im Rahmen der "Women's Health Initiative" untersuchte JoAnn Manson von der Harvard-Universität 70 000 Frauen. Auch hier das deutliche Resultat: Bereits schnelles, regelmäßiges Zufußgehen verringerte das Risiko eines Herzinfarktes signifikant ("New England Journal of Medicine", 2002, Bd. 347).

Mehr dazu finden Sie unter http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/therapie/bewegung/herz-in-takt_aid_8554.html
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